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kkkkkkkklangk*!*

Klänge der Erde:
Hört einmal recht gut hin, wenn ihr im Wald oder in den blumenbunten Fluren steht!
Wer ein feines Gehör hat, der nimmt sie unbedingt waha, die Wunderklänge unserer Erde, die wir Menschen seit langer Zeit liebevoll Mutter Erde nennen. Sei des das Murmeln eines fröhlichen Frühlingsbächleins oder das Plätschern der Flußwellen am Ufersand, Vogelgesang oder der Donner eines fernen Gewitters, das Rascheln blühender Gräser oder das frostige Knirschen einer Winternacht, das Säuseln der Blätter, das Zirpen der Kornhalme, ja uach das leise Flattern der Schmetterlinge- das alles sind jene unzähligen Klänge unserer Erde, die zu hören, der vom Straßenlärm taub gewordene Stadtmesch verlernt hat. Um so größer ist dann die Freude- falls er seinen Sinn für die heimatliche Natur noch nicht eingebüßt hat- wenn er im Walde, an einem Fluß oder in der weiten Flur Erholung findet, die wir vielleicht am nötigsten haben.
Für den Ackersmann und für uns weidgerechte Jägersleute sind die Klänge gleichsam ein Schatz. Schwerlich lassen sie sich alle aufzählen. Sie sind für uns wie Musik. Kann nicht aus diesen Klängen all das BEste entstanden sein, was in Liedern und Meisterwerken der Musik verewigt worden ist?
Wie gerne denke ich heute an diese Klänge der ERde, die mich schon in meiner Kindheit so bezaubert haben. Stammt das Schönste was ich mir in meinem Herzen aufbewahrt ghabe, nicht aus diesen Zeiten? Ich erinnere mich noch an die geheimnisvollen Klänge des Waldes und an den Atem der erwachten Heimaterde. Ach heute bewegen und erfreuen sie mich. Noch deutlicher höre ich in nächtlicher Stille den Atem der Erde, das Knistern eines welken Blattes auf dem aus dem Boden emporschießenden Pilz, das Flattern der Nachtfalter und den Hahnenschrei im nahen Dorf.
Wie schön, wie unvergeßlich ist jeder neue Morgen! Schon vor Sonnenaufgang erwachen die Vögel und stimmen ihr Lied an. Noch schlafen die Menschen in den steindernden Häusern, nur selten rast ein Auto vorbei, aber schon erfüllt sich der erwachte Wald mit Leben, schon atmet die Erde mit voller Brust.
Es gibt in der Natur keine schönere Musik als der frühe Morgen. Silberhell plätschern die Bäche, noch würziger duften die Waldkräuter, und ihr Duft mischt sich mit der morgendlichen Klangsinfonie.

I.Sokolow-Mikitow
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