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traum

Der Traum ist für die Bambara von großer Bedeutung und stütz sich auf ihre sehr komplexe Sicht des menschen. Der Mensch besitzt außer seinem Körper eine Seele (ni), die in denWochen nach der Geburt in den Bewegungen der Fontanellen sichtbar wird; einen (unsichtbaren) Doppelgänger (dya) von entgegengesetztem Geschlecht; einen tere, das seinen Sitz im Kopf und Blut hat, und ein wanzo, eine schädliche Kraft, die besonders in der Vorhaut des Mannes oder der Klitoris der Frau ihren Sitz hat. Das ni verläßt den Körper im Schlaf; jeder Trau ist daher eine Erinnerung an das, was das ni gesehen hat un dzudem eine wichtige Vorahnung für den einzelnen oder die Gemeinschaft. Der Tod hat zur Folge, daß sich die evrschiedenen Elemente, aus denen sich der Mensch zusammensetzt, voneinander trennen. Das dya bleibt bis zur Geburt eines Kindes im Wasser, das ni entflieht mit dem letzten Atemzug, das tere wird ebenfalls freigesetzt, kann aber die Lebenden verfolgen, falls es sich nicht um einen natürlichen Tod gehandelt hat. All diese Elemente werden unversehrt an ein Neugeborenens in der Familie weitergegeben, nachdem die Schmiede und Fetischpriester die opfergaben dargebracht und die erforderlichen rituellen Handlungen vorgenommen haben.
Maryse Condé aus "Segu" about me

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